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ECUADOR IN SÜDAMERIKA
Ecuador ist ein wahres Paradies für Vogelbeobachter! Extra für Sie haben wir einige Spezialprogramme mit der Hilfe von Ornithologie-Experten zusammengestellt. |


Es hat über 100 Millionen Jahre gedauert, bis der Regenwald in seiner ganzen Pracht und seinem Artenreichtum geschaffen war. Der Menschheit jedoch ist es gelungen, innerhalb von 40 Jahren ca. die Hälfte des Regenwaldbestandes zu zerstören. Doch dies bleibt nicht ohne Folgen, da 90 % der weltweit existierenden Flora und Fauna nur im Regenwald vorzufinden ist. Durch die Ab- holzung wird in den Tropen immer mehr die Lebensgrundlage für die Einwohner des Regenwaldes zerstört. Tier- und Pflanzenarten verschwinden und das Klima ändert sich.
Zwar werden meist nur einzelne kostbare Bäume aus dem Regenwaldbestand herausgenommen und doch kann der Tropenwald diese kleinen Lücken nicht schließen oder ausgleichen. Um die gefällten Stämme abzutransportieren , müssen in den noch unberührten Wald Straßen gebaut werden. In oft tagelanger Fahrt auf unbefestigten Straßen bringen Lastwagen die rießigen Stämme zum Sägewerk oder Verladehafen. Beim Fällen und beim Abtransport von nur einem gewinnbringendem Baum werden bis zu 75 % des umgebenden Waldes mit zerstört. Doch obwohl man denken könnte, daß die Abholzung viele neue Arbeitsplätze in den Regenwaldstaaten schaffen würden, ist dies nicht der Fall, da die Stämme meist nicht in den Erzeugerländern, sondern in den Industrieländern verarbeitet werden. Tropenholz ist oft erheblich billiger als einheimisches Holz und zusätzlich von sehr guter Qualität. In den Industrieländern entstehen daraus Treppen, Türen, Fensterrahmen, Fußböden, Möbel, Zaunpfähle, Särge, Frühstücksbrettchen und sogar Toilettensitze.
Die Bevölkerungsraten in den Regenwaldländern sind stark ansteigend. Die Folge daraus ist, daß mittlerweile kaum noch Wohnraum vorhanden ist und die Menschen anfangen nun auch den Regenwald zu besiedeln. Ein weiterer Grund für die Vernichtung liegt in der Brandrodung des Waldes, um diesen anschließend für Ackerbau und Viehzucht zu nutzen. Doch durch die Abholzung werden dem Regenwald fatale Schäden zugeführt. Man zerstört den Nährstoffkreislauf des Waldes und nimmt dem Boden seinen Schutz, da die Bäume und deren Wurzeln seine Haltungsfunktionen übernehmen. Der Boden trocknet aus und wird weggeschwemmt. Nach 2 Jahren ist das Land unfruchtbar geworden und kann keine Ernten mehr her- vorbringen. Deshalb müssen diese Siedler weiterziehen und zerstören in einem fortlaufenden Kreislauf immer wieder neues Land, das nicht mehr zurückzugewinnen ist.
Es ist sehr aufwendig einmal gerodete Flächen Regenwald wieder neu zu bepflanzen und eine so zahlreiche, bunte Mischung, wie sie zuvor in dem intakten Regenwald vorzufinden war wieder zu erschaffen dauert mindestens 30 Jahre. Dies liegt zum einen daran, daß einige Baumarten zum Wachstum das Kronendach der größeren Bäume als Schutz benötigen. Ein anderer Grund ist, dass sich in einem intakten Regenwald die Bäume ihr eigenes Klima schaffen, der Regenwald erzeugt durch die Verdunstung über die Blätter seinen eigenen Niederschlag. Doch die neu gepflanzten Waldgebiete schaffen dies nicht mehr und es dauert Jahrzehnte diesen Zustand wieder zu erreichen.
Vielen Menschen wird es nun nach und nach bewußt, daß die Abholzung des Regenwaldes unsere Existenz selbst betrifft, denn mit dem Sterben des Regen- waldes stirbt ein Teil der Erde, der mit einem Alter von über 100 Millionen Jahren, weitaus älter ist als die Menschheit. Die ersten Erfolge zeigen, daß das Schicksal des Regenwaldes nicht unabwendbar ist. Es liegt an uns damit zu beginnen den Regenwald zu retten, denn jeder einzelne entscheidet mit über die Zukunft unseres Planeten auf dem wir leben.
Informative Links:
Rettet den Regenwald
http://www.regenwald.org/index.php